Gartentipps Monat Dezember

Da im Dezember nur noch selten Bodenbearbeitung möglich ist, werden alle nicht mehr benötigte Gartengeräte gut gesäubert undeingefettet. Das ist vor allem bei den Spaten, Grabegabeln und Hacken notwendig. Vor dem Einfetten sind sie aber gründlich blank zu reiben. Das Fett oder Öl wird nur in einer hauchdünnen Schicht mit einem Lappen aufgetragen. Gießkannen werden nur entleert und umgekehrt aufgestellt oder besser aufgehängt.

Um die Haltbarkeit der Gartenschnur zu erhöhen, sollte man sie über Winter mit Firnis einreiben. Dazu muß sie aber vollständig trocken und sauber sein. Dann tränkt man einen Lappen stark mit Leinölfirnis umfaßst mit ihm die Schnur und zieht sie langsam duch.

Im Laufe des Dezembers finden sich in den Lauben und Schuppen oft Mäuse ein, die über Winter viel Schaden anrichten können. Sie gehen nicht nur an Sämereien, sondern zerstören unter Umständen auch die bei der Gartenarbeit benötigte Kleidung, die in diesen Räumen oft aufbewahrt werden. Beizeiten aufgestellte Fallen verhüten den Schaden.

Das Bestreuen der Futterplätze ist für unsere Gartenvögel eine lebenswichtige Maßnahme. Sie sind so auszulegen, das sie nicht naß werden können.

Frühbeete, die man schon im Laufe des Februars benötigt, müssen im Dezember gegen starkes Erfrieren geschützt werden. Frisches Laub ist das beste Mittel dazu, wenn es nicht zu naß ist. Eine etwa 30 cm starke Schicht ist im allgemeinem ausreichend. Mit ihr muß man auch die Umgebung des Frühbeetes bedecken, sonst dringt der Frost von der Seite ein.

Wer in seinem Garten Spaliere anbringen will, sollte sich beizeiten um das erforderliche Material kümmern und es entsprechend vorbereiten. Alle Latten müssen vor dem Aufstellen der Spaliere zweimal mit Ölfarbe gestrichen werden. Die Pfeiler für freistehende und die Mauerhaken für Wandspaliere sind durch Anstrich gegen Rost zu schützen. Drähte sollte man nur verzinkte verwenden.

Im Keller aufbewahrtes Gemüse ist laufend zu überprüfen, damit sich keine Fäulnisherde bilden können. Darüber hinaus ist jeder frostfreie Tag zum Lüften des Kellers zu benutzen.

Auf den Gemüsemieten wird die Schutzdecke je nach Wetterlage verändert. Bei strengem Frost ist sie zu verstärken, was man im November nachlesen kann. Sobald aber frostfreies Wetter eintritt, muß man den zusätzlichen Schutz entfernen. Sonst wird es in den Mieten zu warm und Fäulnis ist die Folge.

Damit Grünkohl durch scharfe Ostwinde nicht braun wird, gibt man ihm eine leichte Decke aus Fichtenzweigen. Das ist vor allem bei schneelosem Frostwetter wichtig. Auch das Ernten wird duch die Schutzdecke erleichtert. Außerdem gehen die Hasen und Kaninchen nicht so leicht an den Grünkohl.

Wer im Gemüsegarten noch gräbt, wenn Schnee gefallen ist, darf ihn nicht mit eingraben. Eingegrabener Schnee verzögert im Frühjahr die Erwärmung des Bodens. Als Decke auf der Erde ist Schnee aber sehr erwünscht. Beim Graben schippt man die ersten Spatenstich frei von Schnee. Vom nächsten und folgenden Bodenstreifen wird der Schnee auf das gegrabene Land geworfen, so das es nach dem Graben wieder mit ihm bedeckt ist.

Wer im Frühjahr ältere Obstbäume umveredeln will, schneidet Ende Dezember die dazu erforderlichen Edelreiser. Als Edelreiser eignen sich nur einjährige Triebe, die man am besten von der Südseite eines Baumes der gewünschten Sorte nimmt. Wasserschosse darf man nicht zum Veredeln verwenden. Nach dem Schneiden werden die Edelreiser an einer gegen Sonne geschützten Seite im Freien eingeschlagen.

Das Obstlager ist im Dezember mindestens einmal wöchentlich duchzusehen, damit keine Faulstellen entstehen. Außerdem muß jeder frostfreie Tag zum Lüften der Lagerräume genutzt werden.

Obstsorten, deren Genußreife im Laufe des Dezembers zu Ende geht, sollte man beizeiten verbrauchen. Bei längerem Lagern verlieren sie wesentlich am Geschmack und Aussehen.

Der Winterschnitt der Obstbäume kann man bei frostfreiem Wetter schon im Laufe des Dezembers vornehmen. Dabei muß man Aufbau - unsd Auslichtungsschnitt auseinanderhalten.

Die im Oktober angelegten Leimringe sind gewöhnlich im Dezember nicht mehr gut fängig und sollten darum erneuert werden. Ihnen anhaftender Staub und anderen Schmutz würden es den auch im Dezember vorhandenen Frostspannerweibchen möglich machen, die Leimringe zu überkriechen. Die alten sind zu vernichten. Eventuell unter ihnen am Stamm vorhandene Schädlinge muß man bei dieser Gelegenheit auch vernichten.

An den laubfreien Obstgehölzen kann man Fruchtmumien und Raupennester gut erkennen. Vor allem sollte man die Fruchtmumie sobald wie möglich entfernen und vernichten.

Im Laufe des Dezembers muß man alle Schutzmaßnahmen an den Pflanzen überprüfen. Das ist vor allem nach stürmischen Tagen wichtig, an denen der Wind das Richtenreisig weggeweht hat.

Möhren, Sellerie und Rote Beete können jetzt geerntet werden.

Wer den ganzen Winter Feldsalat, Rosenkohl und Grünkohl sowie Lauch ernten möchte, sollte die Beete mit Laub oder Reisig vor Frost schützen.

Komposter kann man jetzt umsetzen, ggf. Kompostbeschleuniger dazugeben.

Wein kann zurückgeschnitten werden.

Home
Gartentagebuch
Gartentipps